Stundenbild – Reise in den Dschungel

Dies ist ein Ausschnitt aus einer Kinderyogastunde für 3-6 Jährige.

Wir haben mit einer Begrüßungsrunde und einem ersten Aufwärmspiel gestartet. Wir haben einige Asanas neu kennengelernt und andere noch einmal wiederholt.

Dschungel-Geschichte „Das Affenkind Pepe sucht seine Familie“

Pepe ist ein Affenjunges. Er lebt mit seiner Mama, seinem Papa, seinen Geschwistern und vielen vielen Tanten, Onkels, Cousinen und Cousins zusammen in einem riesengroßen wildem Wald: dem Dschungel!

An einem wunderschönen Frühlingsmorgen wird Pepe von einen bunten Schmetterling geweckt, der sich auf seine Nase gesetzt und ihn furchtbar gekitzelt hat. Pepe schlägt die Augen auf und ist sofort hellwach und gut gelaunt. Er beginnt den frechen Schmetterling zu verfolgen. Er klettert an den wilden Lianen hoch, springt von Ast zu Ast und erklimmt auf die höchsten Bäume. Aber als der Schmetterling sich hoch in die Lüfte erhebt, hat Pepe keine Chance mehr ihn zu erwischen.

animal-768463_1280Und so blickt er sich um und bemerkt, das er gar nicht darauf geachtet hat, wo er hingelaufen ist. Er bekommt einen Riesenschreck als ihm klar wird, das er nicht weiß in welche Richtung er laufen muss, um den Weg zurück zu seiner Familie, zum Affenberg zu finden. Er überlegt sich was er machen kann und beschließt, die Tiere des Waldes nach dem Weg zu fragen. So klettert er hinunter zum Boden.

Nach kurzem Suchen trifft er dort an einer Wasserstelle einen großen, grauen Elefanten. Der steht an dem großen Wasserloch, saugt unmengen von Wasser in seinen langen Rüssel hinein und pustet sich das Wasser anschließend über seinen Rücken. Nach kurzem zögern spricht Pepe den Elefanten an und fragt ihn nach dem Weg zu seiner Familie. Dieser antwortet ihm, das er sich leider selbst noch nicht so gut auskennt und ihm nicht weiterhelfen kann. Der Elefant hat allerdings eine Idee, wen sie fragen können und beschließt, dass kleine Affenkind zu begleitet. Zusammen laufen der Affe und der Elefant in Richtung einer Waldlichtung. Dort treffen sie einen Tiger, der gerade seine Morgengymnastik macht: Ti-ta-tiger, streckt sich immer wieder, ti-ta-tiger, tut dies immer wieder.

Die beiden warten, bis der Tiger fertig ist und sprechen ihn dann an: „Guten Morgen lieber Tiger. Kennst du vielleicht den Weg zum Affenberg.“ Hmmm…überlegt dieser. Ich bin mir nicht ganz sicher…aber folgt mit, ich weiß wo ihr Hilfe findet. Der Affe, der Elefant und der Tiger laufen nun gemeinsam weiter einen schmalen Pfad entlang und einer Sumpflangschaft entgegen. Sie treffen auf ein Krokodil und der Tiger fragt es, ob es weiß wo Tuck, sein Freund der große Tukan gerade herumschwirrt. Der Tiger erklärt, das Tuck ein großer Vogel ist, der schon weit herumgekommen ist im Dschungel. „Der weiß mit Sicherheit wo deine Familie wohnt“, erklärt der Tiger dem kleinen Pepe weiter. Das Krokodil sagt, das er Tuck gerade erst gesehen hat und das dieser bestimmt bald wieder kommt…und siehe da…da kommt er schon angeflogen. Tuck ist ist wunderschöner großer Vogel mit einem mächtigen Schnabel. Er landet auf dem Kopf des Krokodils und antwortet auf die Frage des Tigers: „Na klar kenne ich den Affenberg und ich begleite dich gerne dort hin!“

Pepe verabschiedet sich von seinen neuen Freunden mit einem lauten „Danke! Und bis Baald…!“ und folgt dem Tukan, der Richtung Westen voraus fliegt. Schon bald kommt Pepe die Gegend vertraut vor und er erkennt einige Bäume und Rastplätze wieder. Und kurz darauf hört er seine Cousinen und Cousins, die mit lautem Gekreische in den Bäumen herumtollen. Da verabschiedet sich Pepe auch vom großen Vogel und klettert die letzten Meter zu seiner Familie alleine.

Seine Familie freut sich sehr das Pepe zurück ist und vor Freude machen sie gemeinsam den großen Affentanz.

Frage an die Kinder: Ist Euch das auch schon mal passiert, dass ihr jemanden verloren habt oder ihr sogar selbst den Weg zurück nicht gefunden habt? Wie habt ihr Euch gefühlt und wie habt ihr euch verhalten? Hat Euch auch jemand geholfen?

– Jeder der mag darf von eine Situation erzählen. Wir fassen zusammen wie wir uns am besten verhalten, wenn wir jemanden verlieren oder selber verloren gehen.

Partner-Affen-Massage

Die Affenkinder toben im Wald umher,

Wie Sonnenstrahlen streichen

klettern hin und her,

Mit zwei Fingern hin und her „laufen“

springen auf und ab,

Mit beiden Händen neben der WS hoch und runter kneten

das hält die Affenfamilie auf trab!

Im Kreis streichen

Sie entdecken tolle Dinge,

Schultern kneten

und machen große Schwünge!

Wellenbewegung von recht nach links

Am Abend sind sie hungrig und essen ein paar Blätter

sanftes Zwicken am ganzen Rücken

und anschießend wird es noch viel netter

Von den Schultern nach unten flach ausstreichen

denn sie kuscheln sich alle ganz eng zusammen

Hände reiben

Und entspannen…

Auf unteren Rücken auflege

Traumreise

Stellt Dir vor, Du liegst auf einer Wiese mitten im Dschungel. Das Gras ist ganz weich und die Sonne scheint Dir sanft und warm ins Gesicht. In der Ferne hörst Du das rauschen der Blätter des Waldes und das plätschern des Wassers vom Bach. Eine sanfte Brise steift Dir über den Körper, Du fühlt dich ganz sicher und geborgen.

In der ferne hörst Du den Flügelschlag eines großen Vogels, der langsam näher kommt. Der Vogel kommt immer dichter und landet schließlich neben Dir im grünen Gras. Die Federn des Vogels schillern bunt im Sonnenlicht. Der Vogel neigt sanft den Kopf zu Dir hinunter. Er gibt Dir zu verstehen, dass Du auf seinen Rücken klettern sollst. Als Du sicher zwischen seinen Flügeln sitzt, hebt er sanft vom Boden ab und schwingt sich in die Lüfte. Immer höher und höher fliegt er mit Dir, über die Baumkronen der Dschungels hinweg. Du fliegst an riesengroßen Mammutbäumen vorbei, an Flüssen, Wasserfällen und scheinbar ewig weiten Sümpfen. Schließlich landet er mit Dir auf der Spitze des höchsten Baumes weit und breit, und Du genießt die wunderschöne und atemberaubende Aussicht.

Ganz vorsichtig hebt der große Vogel mit Dir auf dem Rücken wieder ab, und bringt Dich zurück auf deine Lichtung. Hier streckst Du dich noch mal in dem weichen grünen Gras aus, und genießt das sanfte Kitzeln der Grashalme an deinen Armen. Du bewegst deine Füße und deine Finger…und öffnest ganz allmählich deine Augen.

 Anschließend folgt noch das Abschiedsritual

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.